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Das Josefinische Erlustigungskomitee

Seit Anfang 2008 kämpft das sogenannte Josefinische Erlustigungskomitee mit Hilfe vieler Anrainer_innen und anderen Bürgerinitiativen auf ebenso vielseitige wie auch ungewöhnliche Weise um den Fortbestand des öffentlichen und denkmalgeschützten Barockpark-Ensembles Augarten und gegen den Bau einer privaten Konzerthalle für die Wiener Sängerknaben am Augartenspitz.

Das Josefinische Erlustigungskomitee wird im Frühling des Jahres 2008 von besorgten Menschen rund um die Künstlerin und Restauratorin Raja Schwahn-Reichmann ins Leben gerufen. Das deklarierte Ziel ist, barock-bacchantische Mahnwache über den Augarten zu halten, namentlich über das berühmte «Augartenspitzerl, auf dass es dem Volke zur Erlustigung nicht verlustig gehe».

#unibrennt und die Pressearbeit 2.0

Oktober 2009: Das Audimax der Universität Wien wird von Studierenden besetzt. #unibrennt, eine neue soziale Bewegung, ist geboren und dominiert mit Attributen wie «beispielloser Einsatz von Social Media» und «digitale Revolution» die Medien. Im September wird #unibrennt mit dem Prix Ars Electronica 2010 in der Kategorie “Digital Communities” ausgezeichnet. Die #unibrennt-Aktivist_innen setzen in ihrem Protest auf eine beispiellose Kombination aus modernen Kommunikationstechnologien und klassischer Medienarbeit.

Um auf das große Medieninteresse ab dem ersten Tag der Besetzung reagieren zu können, organisierten die Aktivist_innen eine Presseabteilung. Diese betreute nicht nur die Medienvertreter_innen vor Ort, sondern auch alle anderen Kommunikationskanäle: Social Networks, Website, E-Mail Account und Pressehandy. Web 2.0-Tools wurden sowohl für die interne als auch die externe Kommunikation genutzt.

Online-Kampagnen im Reality Check

Kampagnen sind Zeiträume kommunikationstechnisch und monetär verdichteter Verhältnisse, die sich durch besonders hohe Aktivitäten seitens der klassischen Sender auszeichnen. Ob im politischen oder wirtschaftlichen Bereich, können Kampagnen viele Ziele und Hintergründe haben. Dementsprechend viele Beispiele für Kampagnen gibt es: Von solchen für einzigartige “kleine” Produkte bis hin zu Länder übergreifenden Aktionen, von den Auftritten großer Markenartikelhersteller bis hin zum Wahlkampf für die us-amerikanische Präsidentschaft. Und freilich gibt es Kampagnen, die wir gut finden, solche gegen Atomkraft, für einen Mindestlohn oder für Stopp GATS. Nicht zu übersehen ist, dass auch der “War on Terror” mit einer «War on Terror» Kampagne einhergeht, dass die “soziale Bewegung” der «Tea Party» als Kampagne inszeniert wurde, oder dass Einschnitte ins Sozialsystem durch Kampagnen wie «Sozial ist, was Arbeit schafft» gezielt vorbereitet werden.

So sehr sich Kampagnen in ihrer Ausgestaltung, politischen Ausrichtung und ihrem Budget unterscheiden, sie folgen doch alle ähnlichen Ansätzen, um für ihre Zielgruppen längerfristig interessant zu sein. Hier sind ein paar entsprechende Denk- und Handlungsanstöße.